Mit 'Vinschgau' getaggte Einträge

Titelgeschichte des “Vinschger” zu unserem Energie-Abend

Sepp Laner hat auf unserem Abend zur Gegenwart und Zukunft der Energie im Landes und im Vinschgau die Titelstory der aktuellen Ausgabe aufgebaut. Hier der Link zum Artikel des Vinschger: Weg vom Zentralismus des Landes

Hier der Artikel in der Printausgabe:

Der Vinschger “Weg vom Landeszentralismus”

< Zum Vergrößern anklicken >

Vinschger Strom – geht es auch anders?

Am Freitag, 24. Februar 2012 organisiert die Bürgerliste Für Schlanders – Per Silandro einen Informations- und Diskussionsabend zur Zukunft der Energiewirtschaft in Südtirol und im Vinschgau. Hier der Flyer zur Veranstaltung: Flyer Strom im Lichte der SEL-Verträge

In den letzten Monaten kam es in der Südtiroler Energiepolitik zu brisanten Enthüllungen, die die Sinnhaftigkeit der bisherigen, zentralistischen Energiebewirtschaftung im Lande endgültig in Frage stellen. Das prominent besetzte Podium will mit Impulsreferaten und in der folgenden Diskussion die aktuelle Situation durchleuchten und einen Vinschger Weg der Energieversorgung aufzeigen. Dabei geht es auch um die Möglichkeit billigeren Strom für die ansässige Bevölkerung zu gewährleisten.

Zunächst stellt der Grüne Landtagsabgeordnete Riccardo Dello Sbarba die Details der Verträge der Landesenergiegesellschaft SEL mit den Stromriesen Enel und Edison vor und bringt so die bisherige Strategie in der heimischen Energiepolitik auf den Punkt. Weiterlesen ‘Vinschger Strom – geht es auch anders?’

Nachlese zur Bestellung der Organe der Bezirksgemeinschaft

Rechenschieber absurd

Mit dem Landesgesetz Nr. 10 vom Juli dieses Jahres wurden die Organe der Bezirksgemeinschaften erheblich verkleinert. Was als Sparmaßnahme* verkauft wurde, erwies sich bald als getarnte Beschneidung der Demokratie. Bei einem kleinen Sitzungsgeld für 4 Sitzungen im Jahr sind die Einsparungen gleich null, dafür sitzt nur mehr ein einziger Vertreter der Opposition im Bezirksrat. Und dieser wurde, wie auch der Vertreter der sprachlichen Minderheit, von der Mehrheitspartei “empfohlen”. Als Vertreter der italienischen Sprachgruppe kam auf diese Weise nicht der einzige, im Vinschgau gewählte Gemeinderat zum Zuge, sondern eine von außen berufene Bürgerin einer anderen Gemeinde.

Der Gipfel ist jedoch, wie sich die Potenten wanden, um die richtige Frau in den Bezirksausschuss zu pilotieren. Das neue Gesetz schreibt nämlich nicht nur eine Reduzierung der Ausschussmitglieder von 7 auf 5, sondern auch die obligatorische Präsenz einer Frau vor. Da die 13 Bürgermeister des Bezirks alles Männer sind, hatte Mals als zweiten Vertreter eine Frau namhaft gemacht. Zudem delegierte der Bürgermeister von Taufers im M. die SVP-Bezirksobfrau an seiner statt in den Bezirksrat. Aber keine der beiden schien der Männerriege genehm zu sein, die kurzum die Vize-Bürgermeisterin von Kastelbell-Tschars – wiederum von außen! – in den Ausschuss beriefen. Diese hat aber kein Stimmrecht im Bezirksrat, da ihrer Gemeinde nur ein Vertreter zusteht. Und das ist ihr Boss.

* Wie ein Hohn erscheint da die kürzlich erfolgte Erhöhung der Entschädigungen für die Bezirksverwalter: Der Präsident enthält nun 4.395 € (statt wie bisher 4.000 € wenn er zeitgleich auch BM ist), der Vizepräsident 30% davon und die übrigen Ausschussmitglieder 20%. Ein Schlanderser Bürgermeister erhält somit als Vizepräsident der Bezirksgemeinschaft neben den 5.180 € nochmals 1.318 €, was eine monatliche Summe von 6.500 € brutto bedeutet. Ob solche Aktionen die Bevölkerung wieder näher an die Politik bringt, sei dahingestellt.

Petition gegen die Asphaltierung der Prader Sand

Unter folgendem Link kannst auch du einen dazu beitragen, den Druck auf die Prader Gemeindeverwalter zu erhöhen, damit sie auf die Asphaltierung des Radweges durch die Sand verzichtet: Kein Asphalt in der Prader Sand!
Mehr Details (mit Gutachten und rechtlichen Anlagen) auf dem Blog der Umweltschutzgruppe Vinschgau

Schlanders soll Vinschger Energiekonzept unterstützen!

Das Landespresseamt (LPA) berichtet am heutigen 1. Juni über die Freude des LH und des Energie-LR über den Übergang weiterer Kraftwerke in Südtiroler Kontrolle (siehe unten). Dieser wird ermöglicht durch die Gründung der SE Hydropower GmbH im Besitz von SEL und ENEL.

Die HYDROPOWER ist somit neben SEL-Edison, HYDROS und SEL der vierte große Player in der Südtiroler Stromerzeugung. Was aber bringt diese Situation den Gemeinden und der Bevölkerung, von deren Vorteilen Laimer und Durnwalder sprechen, insbesondere bei uns im Vinschgau? Bisher hat die Zentrale in Bozen lediglich jene in Rom ersetzt, ohne den Gemeinden wesentliche Beteiligungen oder gar die selbstständige Führung der Großkraftwerke auf ihrem Gebiet zuzugestehen.

Die Liste Für Schlanders – Per Silandro setzt sich dafür ein, dass endlich auch die Gemeinde Schlanders mit Nachdruck das Vinschger Energiekonzept unterstützt. Ziel ist es, Stromproduktion, -verteilung und -verkauf im Tal in die Hände eines Konsortiums zu führen, das im Eigentum der Vinschger Gemeinden steht. Auf diese Weise könnte der Vinschgau: Weiterlesen ‘Schlanders soll Vinschger Energiekonzept unterstützen!’


Archiv/Archivio

Weitergeleitet von Christoph S.

Fundamentalismus, ist die Nachtseite des gottlosen Westens, der seit Anbeginn an der unschuldigen Welt Rache nimmt und sie in eine Wüste der Gleichförmigkeit verwandelt. Mit einem Wort: Die fundamentalistische Religion implodiert in der erbärmlichen Leere einer Zivilisation, die ihre heiligsten Werte geopfert hat und zu nichts anderem mehr in der Lage ist, als zur Abtötung der Zeit, zur Spiritualität des Konsums und zur fetischistischen Anbetung von Wachstum und Waren.

Jean Baudrillard


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.