Mit 'Integration' getaggte Einträge

Was unterscheidet den sozialen Flügel der SVP von der Liste FÜR SCHLANDERS?

Der eine oder die andere könnte sich fragen, warum unsere Liste und die Arbeitnehmer in der SVP nicht gemeinsam versuchen, die Gemeindepolitik sozial und ökologisch auszurichten.

Die Antwort ist einfach: Weil die Arbeitnehmer nicht bereit sind, die SVP zu verlassen,  um endlich ernsthaft und konsequent soziale Gerechtigkeit, Transparenz und den Schutz der “Heimat” zu verfolgen.

Tatsache ist, dass die Arbeitnehmer von den anderen beiden Richtungen ihrer Partei relativ einfach ruhig zu stellen und zu billigen Kompromissen zu bewegen sind. Wenn es ans Eingemachte geht – siehe Steuergerechtigkeit zwischen den Bevölkerungsgruppen, siehe Seilschaften und Vetternwirtschaft, siehe Landschaftsschutz, und und und – dann müssen unsere rosa Cousinen klein beigeben und sich mit dem einen oder anderen Zuckerle begnügen. Das Problem ist, dass vor lauter Kompromissen das soziale Profil in der Verwaltungstätigkeit kaum zum Vorschein kommt.

Zudem fehlt der Arbeitnehmerschaft der SVP die längst überfällige Befreiung aus der ethnischen Zwangsjacke: Es darf kein italienischsprachiger Kandidat auf ihrer Liste antreten, ihre Haltung zur Zweisprachigkeit in der Schule hat sich immer noch nicht aus der Klotz’schen Umarmung gelöst und ihr Heimatbegriff ist weiterhin mehrheitlich volkstumspolitisch-konservativ statt weltoffen-vorwärtsgewandt.

Wir stehen für klare Forderungen im sozialen und ökologischen Bereich. Dass wir das nur könnten, weil wir nicht mehrheitsfähig sind und uns daher radikal geben können, würden wir gerne widerlegen: Wenn die Arbeitnehmer den Mut haben sollten, den Schoß der Sammelpartei (die eh’ schon längst eine liberal-konservative Ausrichtung hat) zu verlassen, können wir gemeinsam eine starke, mehrheitsfähige öko-soziale Alternative auf die Beine stellen, die das Zeug hat, eine ungeahnte Aufbruchstimmung in der Bevölkerung zu erzeugen.

Bis dahin wird die Liste Für Schlanders – Per Silandro alleine geradlinig ihre Ziele verfolgen: Echte soziale Gerechtigkeit und ein harmonisches Zusammenleben mit allen Mitbürgern und der Natur.

Martin Daniel
Bürgermeisterkandidat Für Schlanders – Per Silandro

Tagung zu Integration in Bozen

Am gestrigen Samstag, 20. März fand in Bozen eine hochkarätig besetzte Tagung über Möglichkeiten der Integration statt. Die Südtiroler Grünen hatten Experten aus Deutschland, Österreich und Italien eingeladen, über spezifische Bereiche von gesellschaftlicher Integration zu berichten und mit den Anwesenden zu diskutieren.

So wurde über die Gemeinschaftsgärten in Neugablonz, einem Stadtteil von Kaufbeuren mit hohen Ausländeranteil als Projekt der Verständigung der Kulturen berichtet und über die Transition Town, einer nachhaltigen Ortsentwicklung in Monteveglio in der Emilia Romagna.

Besonders interessant waren die Ausführungen der Leiterin der berüchtigten Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, die ob ihrer großen sozialen Probleme bundesweite Aufmerksamkeit erhalten hatte und das Symbol für die Probleme der Ausländerintegration in Deutschland wurde. Im Rahmen eines Projektes wurde diese Problemschule zu einem Vorzeigemodell für gelingende Integration im Rahmen des Bildungswesens.

Die Sozialstadträtin von Bozen, Patrizia Trincanato, präsentierte gemeinsam mit Bürgern “schwieriger” Stadtviertel Modelle sozialer Integration (auch unter Einheimischen) durch diverse kreative Eigeninitiativen (siehe Foto). Der grüne Stadtrat für Integration aus Bregenz stellte schließlich das Integrationskonzept seiner Stadt vor. Bregenz weist einen Ausländeranteil von 18% auf, hat sich unter der schwarz-grünen Koalition der Herausforderung der Integration aktiv gestellt und konnte bisher gute Ergebnisse erzielen.

Für die Liste Für Schlanders – Per Silandro nahm Martin Daniel an der hoch interessanten und professionellen Veranstaltung teil, die von den Printmedien leider völlig unterschlagen wurde.

Heimat – eine Wunschvorstellung

Die vorgestrige Veranstaltung mit Hans Heiss zum Thema Gemeinde und Heimat war ein voller Erfolg:

Vor gut gefülltem Saal erläuterte Hans wie sich ein Südtirol-spezifisches Heimatgefühl erst mit der erfolgreichen Umsetzung und Festigung der Autonomie um die Jahrtausendwende herausbilden konnte. Und sofort muss es sich mit Schüben aus 5 verschiedenen Richtungen konfrontieren:  Die Wirtschaftskrise, die Migration, das Berlusconi-Italien, der bevorstehenden Abtritt des Übervaters Luis und der Niedergang von Mutter Kirche drücken auf das soeben erst geformte Heimatgefühl des Südtirolers. Und lösen Ängste und Abwehrmechanismen aus.

Aber Heimat ist ein dynamischer Begriff, der auf dem Einklang zwischen inneren Wünschen und äußerem Umfeld beruht, der nicht einen Zustand, sondern einen Prozess beschreibt, der nie abgeschlossen sein wird.

Die anschließende Auseinandersetzung mit lokalen Themen zur Heimatgestaltung auf Gemeindeebene war angeregt und eine anregende Motivation für den gemeinsamen politischen Einsatz.

Einen  Bericht über den Abend könnt ihr am Mittwoch im nächsten “Vinschger” lesen. Der vollinhaltliche Vortrag wird in Kürze auf diesem Blog zu finden sein.

Tagung zum sozialen Klima in Südtirol

Unsere Liste beteiligt sich an der Dachkampagne FÜR EIN BESSERES KLIMA IN SÜDTIROL. Am Samstag, 20. März findet in Bozen die erste Veranstaltung zum sozialen Klima (Zusammenleben) statt. Hier das volle Programm:

Flyer Integration – Integrazione

Integration ist machbar!
Esperienze di transition town,
orti interculturali, scuola modello e comuni da imitare.

Beschlussantrag zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe „Migration und Integration“ von der SVP-Fraktion abgelehnt

integrationAuf der Gemeinderatssitzung vom 5. August 2008 stand ein Beschlussantrag der Bürgerliste „Für Schlanders – Per Silandro“ zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe „Migration und Integration“ auf der Tagesordnung. Der Beschlussantrag wurde von der SVP – Fraktion geschlossen niedergestimmt mit der Begründung, dass so eine Arbeitsgruppe überflüssig sei, weil es einen  Sozialreferenten gebe, der für diese Materie zuständig sei und es im übrigen Institutionen, Verbände und Vereine gäbe, die sich um diese Thematik kümmern.

Wir nehmen diese Entscheidung mit Bedauern zur Kenntnis. Es fällt uns schwer zu glauben, dass die Mitglieder der SVP – Fraktion wirklich geschlossen der Meinung sind, dass es um die Integration der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Schlanders so gut bestellt ist, dass es überflüssig ist, wenn die gewählten Volksvertreter sich zu dieser Thematik in einer Arbeitgruppe Gedanken machen und Vorschläge erarbeiten. Weiterlesen ‘Beschlussantrag zur Einsetzung einer Arbeitsgruppe „Migration und Integration“ von der SVP-Fraktion abgelehnt’


Archiv/Archivio

Weitergeleitet von Christoph S.

Fundamentalismus, ist die Nachtseite des gottlosen Westens, der seit Anbeginn an der unschuldigen Welt Rache nimmt und sie in eine Wüste der Gleichförmigkeit verwandelt. Mit einem Wort: Die fundamentalistische Religion implodiert in der erbärmlichen Leere einer Zivilisation, die ihre heiligsten Werte geopfert hat und zu nichts anderem mehr in der Lage ist, als zur Abtötung der Zeit, zur Spiritualität des Konsums und zur fetischistischen Anbetung von Wachstum und Waren.

Jean Baudrillard


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.