Mit 'Heimat' getaggte Einträge

Was unterscheidet den sozialen Flügel der SVP von der Liste FÜR SCHLANDERS?

Der eine oder die andere könnte sich fragen, warum unsere Liste und die Arbeitnehmer in der SVP nicht gemeinsam versuchen, die Gemeindepolitik sozial und ökologisch auszurichten.

Die Antwort ist einfach: Weil die Arbeitnehmer nicht bereit sind, die SVP zu verlassen,  um endlich ernsthaft und konsequent soziale Gerechtigkeit, Transparenz und den Schutz der “Heimat” zu verfolgen.

Tatsache ist, dass die Arbeitnehmer von den anderen beiden Richtungen ihrer Partei relativ einfach ruhig zu stellen und zu billigen Kompromissen zu bewegen sind. Wenn es ans Eingemachte geht – siehe Steuergerechtigkeit zwischen den Bevölkerungsgruppen, siehe Seilschaften und Vetternwirtschaft, siehe Landschaftsschutz, und und und – dann müssen unsere rosa Cousinen klein beigeben und sich mit dem einen oder anderen Zuckerle begnügen. Das Problem ist, dass vor lauter Kompromissen das soziale Profil in der Verwaltungstätigkeit kaum zum Vorschein kommt.

Zudem fehlt der Arbeitnehmerschaft der SVP die längst überfällige Befreiung aus der ethnischen Zwangsjacke: Es darf kein italienischsprachiger Kandidat auf ihrer Liste antreten, ihre Haltung zur Zweisprachigkeit in der Schule hat sich immer noch nicht aus der Klotz’schen Umarmung gelöst und ihr Heimatbegriff ist weiterhin mehrheitlich volkstumspolitisch-konservativ statt weltoffen-vorwärtsgewandt.

Wir stehen für klare Forderungen im sozialen und ökologischen Bereich. Dass wir das nur könnten, weil wir nicht mehrheitsfähig sind und uns daher radikal geben können, würden wir gerne widerlegen: Wenn die Arbeitnehmer den Mut haben sollten, den Schoß der Sammelpartei (die eh’ schon längst eine liberal-konservative Ausrichtung hat) zu verlassen, können wir gemeinsam eine starke, mehrheitsfähige öko-soziale Alternative auf die Beine stellen, die das Zeug hat, eine ungeahnte Aufbruchstimmung in der Bevölkerung zu erzeugen.

Bis dahin wird die Liste Für Schlanders – Per Silandro alleine geradlinig ihre Ziele verfolgen: Echte soziale Gerechtigkeit und ein harmonisches Zusammenleben mit allen Mitbürgern und der Natur.

Martin Daniel
Bürgermeisterkandidat Für Schlanders – Per Silandro

Heimat – eine Wunschvorstellung

Die vorgestrige Veranstaltung mit Hans Heiss zum Thema Gemeinde und Heimat war ein voller Erfolg:

Vor gut gefülltem Saal erläuterte Hans wie sich ein Südtirol-spezifisches Heimatgefühl erst mit der erfolgreichen Umsetzung und Festigung der Autonomie um die Jahrtausendwende herausbilden konnte. Und sofort muss es sich mit Schüben aus 5 verschiedenen Richtungen konfrontieren:  Die Wirtschaftskrise, die Migration, das Berlusconi-Italien, der bevorstehenden Abtritt des Übervaters Luis und der Niedergang von Mutter Kirche drücken auf das soeben erst geformte Heimatgefühl des Südtirolers. Und lösen Ängste und Abwehrmechanismen aus.

Aber Heimat ist ein dynamischer Begriff, der auf dem Einklang zwischen inneren Wünschen und äußerem Umfeld beruht, der nicht einen Zustand, sondern einen Prozess beschreibt, der nie abgeschlossen sein wird.

Die anschließende Auseinandersetzung mit lokalen Themen zur Heimatgestaltung auf Gemeindeebene war angeregt und eine anregende Motivation für den gemeinsamen politischen Einsatz.

Einen  Bericht über den Abend könnt ihr am Mittwoch im nächsten “Vinschger” lesen. Der vollinhaltliche Vortrag wird in Kürze auf diesem Blog zu finden sein.

Lebensraum Gemeinde: Wie gestalten wir Heimat?

Am kommenden Freitag, 19. März, macht uns Hans Heiss die Freude, mit uns über Heimat und Identität zu diskutieren und uns neue Zugänge zu diesem für Südtirol immer brennenden Thema zu eröffnen.

Alle Interessierte sind herzlichst willkommen im großen Saal des Schupferwirt und zwar um 19:30 Uhr.

Hier die vollständige Einladung in PDF:  Einladung Hans Heiss

Verkehrs- und Städteplanung kann Begegnungen fördern

Frieda B. Seissl hat in der letzten Ausgabe des Vinschgerwind eine interessante Betrachtung über städtebauliche Fehler und Perspektiven, Heimatgefühl und Begegnungsmöglichkeiten in einem Ort am Beispiel Naturns angestellt.  Der Artikel ist unter diesem Link nachzulesen:  Vinschger Wind 3-10

Die Abhandlung über Baukultur und ganzheitliche Ansätze in der Dorfgestaltung dürfte -  im Rahmen der konkreten Gegebenheiten – auf andere Orte übertragbar sein.

Über den im Artikel angesprochenen “shared space” kann man hier näheres erfahren: Wikipedia


Archiv/Archivio

Weitergeleitet von Christoph S.

Fundamentalismus, ist die Nachtseite des gottlosen Westens, der seit Anbeginn an der unschuldigen Welt Rache nimmt und sie in eine Wüste der Gleichförmigkeit verwandelt. Mit einem Wort: Die fundamentalistische Religion implodiert in der erbärmlichen Leere einer Zivilisation, die ihre heiligsten Werte geopfert hat und zu nichts anderem mehr in der Lage ist, als zur Abtötung der Zeit, zur Spiritualität des Konsums und zur fetischistischen Anbetung von Wachstum und Waren.

Jean Baudrillard


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