Mit 'Grüne' getaggte Einträge

Reiches Land, arme Leut’ ?!

Die Grünen haben auf ihrer Sommerklausur am vergangenen Samstag die Themenschwerpunkte für das kommende Jahr festgesetzt. Dabei beschloss man, unter anderem auch auf mein Plädoyer hin, den sozialen Aspekten RECHT AUF ARBEIT, STEUERGERECHTIGKEIT und SOZIALE SICHERUNG einen besonderen Stellenwert einzuräumen.

In einer Arbeitsgruppe mit dem Landessekretär der  SGK/UIL Christian Troger, dem Fraktionsprecher der Grünen Bürgerliste Brixen und ehem. Vorsitzenden des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz Roman Zanon, Robert Hochgruber (ebenfalls GBL Brixen und ehem. Vorsitzender der Initiativgruppe für eine lebendigere Kirche) sowie dem Landtagsabgeordneten Riccardo dello Sbarba haben wir soziale Kernbereiche definiert, die in nächster Zeit durch gezielte Aktionen angegangen werden sollen.

Die ARBEIT ist auch in Südtirol ein nicht mehr selbstverständliches Gut, Die Arbeitslosigkeit hat im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise 3,3% erreicht – ein bisher nie dagewesener Wert. Zudem wurden im abgelaufenen Jahr von den 237.000 Beschäftigten im Lande an die 90.000 gekündigt und wieder eingestellt, was auf sog. prekäre, also instabile Arbeitsformen schließen lässt.

Arbeit auf Abruf, Leiharbeit, befristete Verträge bringen den Arbeitgebern v. a. finanzielle Vorteile und Flexibilität. Den Erwerbstätigen entgeht dadurch aber ein Teil der Sozialabgaben, der für Pension und Abfertigung fehlen wird, zudem fehlen ihnen diverse Sicherheiten, die ein festes Angestelltenverhältnis bietet. Nicht zu wissen, ob man im kommenden Monat noch eine Arbeit haben wird, erschwert die Lebens- und Familienplanung und größere Investitionen wie Haus- oder Wohnungskauf, selbst der Erwerb eines Autos können nicht getätigt werden. Mangelnde Stellengarantie bei Mutterschaft ist der Familienplanung ebenfalls abträglich. Diese Erwerbstätigen sind in jeder Hinsicht Arbeiter 2. Klasse, nicht zuletzt meist auch was die Entlohnung betrifft.
Wir setzen uns für eine Stabilisierung dieser Arbeitsplätze ein, d. h. für eine Umwandlung in fixe Arbeitsverhältnisse mit allen Garantien eines Lohnabhängigen.

Eine GERECHTERE VERTEILUNG DER STEUERLAST ist angesichts der großen Einkommens- und Vermögensunterschiede dringend vonnöten. Die Gruppe der Lohnabhängigen muss für den Großteil der öffentlichen Einnahmen aufkommen, während Selbstständige und Unternehmer Schlupflöcher finden, um ihre Bemessungsgrundlage so gering wie möglich zu halten.

Nach der Abschaffung der Erbschaftssteuer und der ICI auf Erstwohnungen durch die Regierung Berlusconi hat sich Schere zwischen den oberen und den unteren Einkommensschichten weiter vergrößert. Im Zuge der Finanzkrise hat die Landesregierung in 2 Schritten die Wertschöpfungssteuer IRAP für Unternehmen auf Null reduziert, während die regionalen IRPEF-Zuschläge (die in erster Linie die Lohnabhängigen belasten) nicht herabgesetzt wurden. Zudem werden den Gemeinden künftig die Einnahmen aus der ICI auf Obstgenossenschaften fehlen, die lediglich für die Verwaltungsräume bestehen bleibt. Diese Mittel müssen dann wohl oder übel anderswo eingehoben werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass Land und Gemeinden ihre zur Verfügung stehenden Einnahmequellen auf ausgewogenere Art abschöpfen: Senkung des regionalen IRPEF-Zuschlags und Ausgestaltung der Gemeindeabgaben (Müll-, Trink- und Abwassergebühren, Energiekosten) soweit als möglich nach Bedürftigkeitskriterien; Gemeinden könnten sich für die Wiedereinführung der ICI auf Erstwohnungen stark machen, die ein bestimmtes Maß überschreiten: Villen und Schlösser, Ansitze und Paläste sind von Einfamilienhäusern und 100-Quadratmeter-Wohnungen zu unterscheiden! Der Ausfall bestimmter Einnahmen kann beispielsweise durch den Verzicht auf  bestimmte Straßenprojekte problemlos gedeckt werden.

Die SOZIALE SICHERUNG durch die öffentliche Hand muss weiterhin gewährleistet und wenn möglich ausgebaut. Aufgrund der ungerechten Vermögens- und Einkommensverteilung leben viele Menschen auch in Südtirol unter oder knapp über der relativen Armutsgrenze (50% weniger als des Durchschnittseinkommen). Ihnen nützt es wenig, in einem reichen Land zu leben, wenn sie jeden Cent zweimal umdrehen müssen. Viele Renten sind dermaßen niedrig, dass sie kein würdiges Auskommen ermöglichen. Es gilt vor allem die vorhanden Mittel treffsicherer zu vergeben: Soziale Stützmaßnahmen müssen den wirklich Bedürftigen zugute kommen und eine Staffelung der Beiträge könnte den völligen Ausschluss von jedweder Förderung wegen knappen Überschreitens der Einkommensgrenze verhindern.

Es gilt die Förderungen verschiedener Körperschaften, z. B. das Kindergeld von Land, Region und Staat, zu vereinheitlichen und auf effektive Bedürftigkeit zu konzentrieren. Die in Ausarbeitung befindliche Einheitliche Einkommens- und Vermögenserfassung (EEVE) muss dem Besitz entschieden mehr Rechnung tragen, ansonsten bringt sie keine Fortschritte in Richtung größerer sozialer Gerechtigkeit. Siehe dazu auch unseren Artikel vom 17. Juni.

Martin Daniel

Zwei interessante Schulterschlüsse

Am heutigen Polit-Montag hat es 2 interessante Schulterschlüsse zwischen unterschiedlichen politischen Kräften gegeben:

1. Die scharfe Verurteilung des neuen Skipistenplans durch die Südtiroler Freiheit und die Grünen:
Hier die Links: SÜDTIROL NEWS (EVA KLOTZ), SÜDTIROL ONLINE (GRÜNE),  SKIPISTENPLAN

2. Die gemeinsame Pressekonferenz der Vinschger SVP-Abgeordneten Noggler und Schuler mit den Grünen, mit dem übergeordneten Ziel, den teils geheimen SEL-ENEL-EDISON-Deal zu lüften, um ihn auf seinen wahren Nutzen für zu  prüfen.

Hier der Artikel auf STOL

Hier die gesamte Presseaussendung (HOMEPAGE GRÜNE)

Hier die Reaktion der SVP (SÜDTIROL NEWS)

Tagung zu Integration in Bozen

Am gestrigen Samstag, 20. März fand in Bozen eine hochkarätig besetzte Tagung über Möglichkeiten der Integration statt. Die Südtiroler Grünen hatten Experten aus Deutschland, Österreich und Italien eingeladen, über spezifische Bereiche von gesellschaftlicher Integration zu berichten und mit den Anwesenden zu diskutieren.

So wurde über die Gemeinschaftsgärten in Neugablonz, einem Stadtteil von Kaufbeuren mit hohen Ausländeranteil als Projekt der Verständigung der Kulturen berichtet und über die Transition Town, einer nachhaltigen Ortsentwicklung in Monteveglio in der Emilia Romagna.

Besonders interessant waren die Ausführungen der Leiterin der berüchtigten Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, die ob ihrer großen sozialen Probleme bundesweite Aufmerksamkeit erhalten hatte und das Symbol für die Probleme der Ausländerintegration in Deutschland wurde. Im Rahmen eines Projektes wurde diese Problemschule zu einem Vorzeigemodell für gelingende Integration im Rahmen des Bildungswesens.

Die Sozialstadträtin von Bozen, Patrizia Trincanato, präsentierte gemeinsam mit Bürgern “schwieriger” Stadtviertel Modelle sozialer Integration (auch unter Einheimischen) durch diverse kreative Eigeninitiativen (siehe Foto). Der grüne Stadtrat für Integration aus Bregenz stellte schließlich das Integrationskonzept seiner Stadt vor. Bregenz weist einen Ausländeranteil von 18% auf, hat sich unter der schwarz-grünen Koalition der Herausforderung der Integration aktiv gestellt und konnte bisher gute Ergebnisse erzielen.

Für die Liste Für Schlanders – Per Silandro nahm Martin Daniel an der hoch interessanten und professionellen Veranstaltung teil, die von den Printmedien leider völlig unterschlagen wurde.

Soll ein Gericht die Wählbarkeit des Landtagspräsidenten klären?

Videos zur Geschichte der Grünen

Zum 30-jährigen Bestehen der Grünen hat der Spiegel eine Reihe von Videos und Artikeln bereitsgestellt, die den geschichtlichen Werdegang nachzeichen. Hier der Link zu diesen Medieneinheiten:

12.01.2010 (1) Von der Ökosekte zur Regierungspartei
13.01.2010 (2) Von Farbbeuteln und Sachzwängen

Und hier noch ein interessanter Artikel der ZEIT: Was den Grünen blüht
sowie eine Fotostrecke auf Spiegel Online.

Doppelte Staatsbürgerschaft: Begrüßenswerter Ansatz, aber unausgereift

Den Brugger-Zeller-Vorschlag zur Einführung doppelten Staatsbürgerschaft für Südtiroler hält Hans Heiss von den Grünen für “einen guten Ansatz und eine durchaus europäische Lösung”, aber auch für problematisch, weil er lediglich für österreichstämmige Südtiroler gelten würde. Dies bringe unweigerlich Konflikte mit sich.

Die SVP-K. Abg. Brugger und Zeller laden nach ihrem Vorstoß zur Doppelstaatsbürgerschaft parteienübergreifend möglichst viele Südtiroler dazu ein, diesen Antrag mit zu unterstützen.
Dazu halten die Grünen fest: Die doppelte Staatsbürgerschaft in Grenzregionen ist ein guter Ansatz und eine durchaus europäische Lösung, um Grenzen durchlässiger zu machen und mit erweiterten Staatsbürgerrechten auch plurale Identitäten zu fördern.
Allerdings ist der Brugger-Zeller-Vorschlag in der vorliegenden Form mehr als problematisch: Er begrenzt die Möglichkeiten zum Erwerb doppelter Staatsbürgerschaft auf jene Südtiroler, deren Vorfahren bereits unter der Habsburgermonarchie die österreichische Staatsbürgerschaft besaßen. Dieses Kriterium würde in Südtirol unweigerlich Konflikte und Auseinandersetzungen herauf beschwören, denn: Weiterlesen ‘Doppelte Staatsbürgerschaft: Begrüßenswerter Ansatz, aber unausgereift’

Klimagipfel in Kopenhagen bedarf auch lokaler Verantwortung: Für ein CO2 –freies Südtirol!

In Südtirol ist der Anteil erneuerbarer und CO-2-freier Energieträger dank der Wasserkraft zwar hoch, zudem erfolgen konsequente Einsparungen vor allem im Baubereich. Die hier erzielten Vorteile schwinden aber wieder durch den hohen Anteil an fossilen Verkehrsträgern, weist doch unser Land im europäischen Vergleich eine besonders hohe Dichte von über 650 Autos pro 1000 Einwohnern auf. Zudem sind der Energiehunger und der Einsatz fossiler Energie vorab im Sektor Dienstleistungen und Tourismus enorm gestiegen: Seit 1994 ist der Energieverbrauch um 15% gewachsen, die Emissionen haben trotz Kyoto um knapp 13% zugelegt, anstatt sich um denselben Wert zu verringern. Weiterlesen ‘Klimagipfel in Kopenhagen bedarf auch lokaler Verantwortung: Für ein CO2 –freies Südtirol!’

Auf dem Weg zur NeuGRÜNdung

STOL über eine weitere Etappe der italienischen Grünen in Richtung Neugründung auf breiterer Basis  (mit Südtiroler Unterstützung):

Neugründung der nationalen Grünen

Per chi preferisse l’italiano oppure voglia approfondire l’argomento, ecco il comunicato stampa:

Verso la Costituente Verde

In presenza dei due consiglieri altoatesini si è svolto ieri a Roma il primo incontro per la preparazione della “Costituente Ecologista” che segna il nuovo corso dei Verdi Nazionali

Dopo il Congresso Nazionale di Fiuggi del 9/10/11 ottobre, in cui il gruppo attorno al poi eletto Presidente Angelo Bonelli ha preso in mano il destino del partito dei Verdi, ieri a Roma si sono fatti i primi passi verso la “Costituente Ecologista” che darà vita al nuovo orientamento politico dei Verdi. Weiterlesen ‘Auf dem Weg zur NeuGRÜNdung’

Ämterhäufung: übliche Verwirrungstaktik der SVP

PRÄZISIERUNGEN DER GRÜNEN ZU DEN AUSSAGEN VON PICHLER-ROLLE

Die SVP setzte heute im Landtag durch, dass ein Passus des Grünen Gesetzentwurfes zum „Verbot der Häufung von Einkünften aus politischen Ämtern“ gestrichen wurde. Der Passus nach dem „ehemalige Landtags- bzw. Regionalratsabgeordnete sowie Abgeordnete zum italienischen bzw. europäischen Parlament für fünf Jahre nach Auslaufen ihres politischen Mandats keinen bezahlten Verwaltungs- oder Aufsichtsratsposten im Auftrag des Landes übernehmen dürfen“, käme – so Pichler-Rolle – einem Berufsverbot gleich.
Was Pichler-Rolle jedoch verschweigt, ist die Tatsache, dass genau diese Bestimmung im Jahre 2008 – auch mit dem Stimmen der gesamten SVP-Fraktion – in das Regionalgesetz Nr. 2/95 eingefügt worden ist.

Die Streichung dieser Bestimmung auf Landesebene kann nun zu absurden Situationen führen. So kann beispielsweise ein Abgeordneter nach Auslaufen seines politischen Mandates von der Provinz in den Verwaltungsrat der Brennerautobahngesellschaft ernannt werden, während dieselbe Nominierung auf Regionalebene nicht möglich ist, da dort frühestens fünf Jahre nach Auslaufen des politischen Mandats ein bezahlter Verwaltungs- oder Aufsichtsratsposten im Auftrag der Region übernommen werden darf. Wahrlich eine Meisterleistung der Gesetzesharmonisierung!

Wieder ein Erfolg für die Grünen: Beitrag zur Moralisierung der Politik

Der Landtag hat einem grünen Gesetzentwurf zugestimmt, der den pensionierten Politikern keine zusätzlichen Vergütungen der öffentlichen Hand mehr erlaubt.  (Deutsche Version siehe unten)

E’ la prima volta nella storia del Consiglio che passa una legge che non proviene dalla maggioranza.

Il Consiglio provinciale ha approvato oggi a larga maggioranza un disegno di legge dei Verdi, che vieta il cumulo di redditi da politica. Si tratta di una legge che riforma la legge provinciale sui “Servizi pubblici locali” (16 novembre 2007, n. 12) e che recepisce nella legislazione provinciale una norma già introdotta a livello regionale.

In due soli articoli, la nostra legge prevede:

Che ex consiglieri provinciali o regionali ed ex parlamentari europei, titolari di pensione grazie a queste loro funzioni, non percepiscano nessun compenso se sono nominati in incarichi di amministratore in enti pubblici o società a partecipazione pubblica. Weiterlesen ‘Wieder ein Erfolg für die Grünen: Beitrag zur Moralisierung der Politik’

BBT-ZULAUFSTRECKEN NICHT FINANZIERBAR

Der Regierungsbeauftragte für die Brennerachse Mauro Fabris hat gestern (31.10.2009) auf einer Tagung in Trient erinnert, dass Italien derzeit nicht das Geld hat, um die vorrangigen Zulaufstrecken zu finanzieren. Es handelt sich dabei um Franzensfeste-Waidbruck für 1,4 Mrd, die Umfahrung von Bozen für 800 Mil, die Umfahrung von Trient für 1,3 Mrd. und den Knoten Verona für 350 Millionen. In der Summe handelt es sich um 3,9 Milliarden Euro, denen die Deckung in der staatlichen Buchhaltung fehlt. Aus diesem Grund hat der römische Rechnungshof dem Dekret des Interministeriellen Komitees für die Wirtschaftsplanung (CIPE), das die Finanzierung der Projektierung erlaubt, die Registrierung verweigert. Das Gesetz erlaubt nämlich nur die Genehmigung von finanzierbaren Projekten.

Die Südtiroler Grünen behaupten seit Langem, dass Italien die Gelder für die Zulaufstrecken nicht aufbringen kann, gesetzt den Fall dass überhaupt derselbige Tunnel finanzierbar sein sollte. Der CORRIERE DELL’ALTO ADIGE vom 01.11.2009 berichtet über die Reaktion von Riccardo Dello Sbarba auf diese Aussage:

Zulaufstrecken BBT

Erfolg einer interessanten Allianz

Reschensee_Staumauer_SeeseiteDen SVP-Landtagsabgeordneten Noggler und Schuler ist es gemeinsam mit drei Vertretern der Opposition in der Gesetzgebungskommission gelungen, die Konzessionsverlängerungspläne des Landes für den Reschenstausee vorerst zu blockieren.

Landesrat Laimer wollte mit seinem Gesetzesvorschlag die Konzession bis 2031 verlängern und die Anrainergemeinden weiterhin leer ausgehen lassen. Er hatte aber die Rechnung ohne Plangger und Noggler gemacht, die sich mehrmals den grünen Vorschlägen anschlossen und die SVP-Vertreter in die Minderheit versetzten.

Seit Jahrzehnten wurde der Vinschgau energiepolitisch und indirekt finanziell ausgebeutet. Nachdem die Zustänigkeiten von Rom nach Bozen gewandert sind, musste man bald erkennen, dass sich dem römischen Zentralismus jener Bozens nahtlos anzuschließen gedachte. Die große Partie soll die unter den Fittichen der Landesregierung stehende SEL-AG machen, die Gemeinden sich weiterhin mit Brosamen begnügen. Zudem wollen Durnwalder & Laimer den Stromriesen ENEL und EDISON die in den Landesbesitz übergegangen Anlagen zur Stromerzeugung gratis für Jahrzehnte überlassen. Die Grünen prangern schon lange eine Vorgangsweise des Landes an, die weniger im Interesse der Bürger und mehr in jenem der Energiekonzerne Norditaliens sowie in der eigenen Machtkonzentration stehen, laut folgender einfachen Gleichung: Weiterlesen ‘Erfolg einer interessanten Allianz’

Was die Grünen zum Ausgang sagen / lezioni da trarre nell’immediato

 

Knapp unterlegen und doch gewonnen: Die Promotoren der Direkten Demokratie und des Dachverbandes für Natur und Umweltschutz haben eine Niederlage erlitten, die einem Sieg dennoch nahe kommt. Trotz massiver Gegenkampagne der Landesregierung, wichtiger SVP-Granden und einflussreicher Verbände, trotz des Gegenwinds maßgeblicher Presseorgane und verspäteter Öffnung der Wahllokale sind südtirolweit beinahe 40% der Bürgerinnen und Bürger an die Urnen gegangen, in vielen Gemeinden wurde das notwendige Quorum bei weitem übertroffen.

Das Ergebnis bedeutet einen Sieg der Demokratie, für den neben Wählerinnen und Wählern vorab den Promotoren für ihren unglaublichen und beispiellosen Einsatz danken ist. Der Wunsch und das Bedürfnis nach mehr Mitbestimmung haben sich am Wahlsonntag in Südtirol machtvoll geäußert.
Landtag, Parteien und Bürger können nach dem beeindruckenden Ergebnis nicht zur Tagesordnung übergehen, das Volk hat der Landesregierung und der Mehrheitspartei mit allem Nachdruck die Rute ins Fenster gestellt. Das System Südtirol ist angezählt, der demokratische Wandel bliebt weiterhin und mehr denn je auf der Tagesordnung. Weiterlesen ‘Was die Grünen zum Ausgang sagen / lezioni da trarre nell’immediato’


Archiv/Archivio

Weitergeleitet von Christoph S.

Fundamentalismus, ist die Nachtseite des gottlosen Westens, der seit Anbeginn an der unschuldigen Welt Rache nimmt und sie in eine Wüste der Gleichförmigkeit verwandelt. Mit einem Wort: Die fundamentalistische Religion implodiert in der erbärmlichen Leere einer Zivilisation, die ihre heiligsten Werte geopfert hat und zu nichts anderem mehr in der Lage ist, als zur Abtötung der Zeit, zur Spiritualität des Konsums und zur fetischistischen Anbetung von Wachstum und Waren.

Jean Baudrillard


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