Die vorgestrige Veranstaltung mit Hans Heiss zum Thema Gemeinde und Heimat war ein voller Erfolg:
Vor gut gefülltem Saal erläuterte Hans wie sich ein Südtirol-spezifisches Heimatgefühl erst mit der erfolgreichen Umsetzung und Festigung der Autonomie um die Jahrtausendwende herausbilden konnte. Und sofort muss es sich mit Schüben aus 5 verschiedenen Richtungen konfrontieren: Die Wirtschaftskrise, die Migration, das Berlusconi-Italien, der bevorstehenden Abtritt des Übervaters Luis und der Niedergang von Mutter Kirche drücken auf das soeben erst geformte Heimatgefühl des Südtirolers. Und lösen Ängste und Abwehrmechanismen aus.
Aber Heimat ist ein dynamischer Begriff, der auf dem Einklang zwischen inneren Wünschen und äußerem Umfeld beruht, der nicht einen Zustand, sondern einen Prozess beschreibt, der nie abgeschlossen sein wird.
Die anschließende Auseinandersetzung mit lokalen Themen zur Heimatgestaltung auf Gemeindeebene war angeregt und eine anregende Motivation für den gemeinsamen politischen Einsatz.
Einen Bericht über den Abend könnt ihr am Mittwoch im nächsten “Vinschger” lesen. Der vollinhaltliche Vortrag wird in Kürze auf diesem Blog zu finden sein.

In ihrer letzten Ausgabe (48/2009) hat die ff ein ausführliches Interview (“Macht braucht Gewissen”) mit dem österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer geführt, wobei natürlich auch Südtirol-Themen zur Sprache kamen. Nachstehend einige der aussagekräftigsten Passagen des ersten Bürgers unserer Schutzmacht:
Südtirol stehen künftig 90% aller im Lande eingehobenen Steuern zu, ohne komplexe Ausgleichszahlungen für ausgefallene Zolleinnahmen auf Importe etc. berechnen zu müssen oder von diversen anderen Variablen abhängig zu sein.



